Fu Kreisverband Konstanz
Neuigkeiten
04.03.2010, 10:00 Uhr
Schützenhilfe für Netzhammer
Marita Rodenhausen, Vorsitzende der CDU-Kreisfrauenunion,
spricht sich in der Kandidatur-Frage zur Landtagswahl
für die Amtsträgerin Veronika Netzhammer aus.
Marita Rodenhausen steht zu Veronika Netzhammer. Schon allein deshalb, weil es ihrer Ansicht nach in der südbadischen CDU zu wenige Frauen in verantwortlicher Position gibt. BILD: SK-ARCHIV

Wolfgang Reuther aus Stockach wird gegen die amtierende Landtagsabgeordnete Veronika Netzhammer kandidieren,
Andreas Renner wirkt wie ein Drahtzieher im Hintergrund. Belebt die Konkurrenz das Geschäft oder bricht da nicht eher eine Art des politischen Kannibalismus’ in der CDU aus?
So ist Demokratie. Netzhammer ist im CDU-Bezirk Südbaden die einzige Frau im Landtag. Wolfgang Reuther kenne ich nicht persönlich, aber seine Leistungen für die CDU Stockach ist bekannt. Aber hat er ausreichend politische Erfahrung? Der JU-Kreisvorsitzender Johannes Schnell ist als Ersatzkandidat sicher eine gute Lösung.

Und wo steht die Vorsitzende der Kreisfrauenunion?
Ich habe mich im Namen der FU klar und engagiert für Frau Netzhammer
ausgesprochen. Sie ist eine sehr erfahrene, kompetente und kluge Politikerin.

Gibt es aus Sicht der FU spezielle Gründe für das Bekenntnis?
Sehr viele. Wir engagieren uns bei Familien-, Frauen- und Umweltthemen, große Resonanz gab es beispielsweise bei einem Vortrag über die Förderung der Sprachfähigkeit im Kleinkindalter. Ein anderes Mal haben wird die Problematik neuer Drogen aufgegriffen, wobei ein Kriminalhauptkommissar einen Vortrag gehalten hat. Veronika Netzhammer unterstützt uns dabei und das ist uns besonders wichtig.

Inwiefern spielt dabei das Frau-Sein eine Rolle?

Die Anzahl von Frauen in den Parlamenten stagniert, weibliche CDU-Orts oder Kreisvorsitzende sind immer noch die Ausnahme. Ich kenne Frau Netzhammer als eine Politikerin, die sich stetig darum bemüht, dass mehr Frauen bei den Kommunalwahlen kandidieren und künftig bessere Listenplätze bekommen. Veronika Netzhammer ermutigt uns, und das ist offensichtlich auch nötig. Frauen müssten sich noch viel mehr in der Öffentlichkeit zeigen, Vereinen beitreten. Dass das nicht so ist, hängt vermutlich ja doch damit zusammen, dass wir Frauen eben einfach
eine andere Grundausstattung als Männer mitbringen.

Das interessiert mich jetzt aber wirklich.
Frauen haben ein anderes Einfühlungsvermögen. Und es ist schon was dran, dass wir mehrere Dinge parallel machen können, während Männer oft ausschließlich auf ein Ziel orientiert sind. Diese Anlage ist möglicherweise hinderlich beim Durchsetzungsvermögen, was aber nichts daran ändert, dass die als weiblich geltenden Eigenschaften
insbesondere in der Politik unentbehrlich sind. Frau Netzhammer repräsentiert das. Sie wägt zurückhaltend ab, sie ist sehr diplomatisch – und ich mag sie menschlich sehr. Wir müssten mehr Frauen wie sie in der Politik haben.

Das wissen in der CDU vermutlich auch die Männer. Dennoch kommt jetzt der Angriff auf Veronika Netzhammer – was
hat die Attacke veranlasst? Und schadet das trotz der innerparteilichen Wahlmöglichkeit nicht letztlich der Partei?
Schaden oder Nutzen – das ist Ansichtssache. Ich kenne die Motive nicht. Die aktuelle Diskussion zeigt das öffentliche Interesse an der CDU. Das ist gut so. Und natürlich stehe ich nicht nur als Frau zu Veronika Netzhammer. Sie hat bewiesen, dass sie die Interessen ihres Wahlkreises im Landtag kompetent, wirkungsvoll vertritt.

FRAGE N : T O R S T E N L U C H T
www.suedkurier.de/radolfzell


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